Ameisensichelwanze

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Ameisensichelwanze
Nymphe, 4. Häutungsstadium
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Nymphe, 4. Häutungsstadium
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Familie: Sichelwanzen (Nabidae)
Unterfamilie: Nabinae
Gattung: Himacerus
Art: Ameisensichelwanze
Wissenschaftlicher Name
Himacerus mirmicoides
Costa, 1834

Die Ameisensichelwanze (Himacerus mirmicoides) zählt innerhalb der Familie der Sichelwanzen (Nabidae) zur Gattung der Himacerus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Ameisensichelwanze erreicht im Nymphenstadium und als Imago eine Körperlänge von rund sechs Millimeter. Die Nymphen weisen eine überwiegend schwarze Färbung auf. Der hintere Abdomen weist helle Markierungen auf. Insgesamt ähnelt das Aussehen der Nymphe einer Ameise. Nach der Metamorphose, die mit der fünften Häutung vollzogen wird, erscheint dann das Imago, bei dem nur noch der Kopf und die Extremitäten an das Aussehen der Nymphen erinnern. Das Imago ist braun gefärbt. Auf dem hinteren Teil des Abdomens sind an den Rändern schwarze Markierungen erkennbar. Die Fühler sind mit drei Millimeter recht lang und bestehen aus vier Elementen. Die Extremitäten sind ebenfalls auffällig lang und sind bräunlich gefärbt. Die oberen Beinelemente sind leicht verdickt. Die Flügel liegen im Ruhezustand auf dem Abdomen auf und sind nicht durch Flügeldecken geschützt. Die Flugzeit der Ameisensichelwanze erstreckt sich von April bis Oktober.

Verbreitung

Die Ameisensichelwanze ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht im Norden bis in den Süden Skandinaviens, im Osten bis in den Kaukasus, stellenweise auch bis ins westliche Sibirien. Die Wanzenart lebt bevorzugt im Grasland, Heidelandschaften sowie an Wald- und Wegrändern. Man trifft sie häufig auf Blüten in der unteren Krautschicht an.

Nahrung

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Die Ameisensichelwanze ernährt sich räuberisch von anderen Gliederfüßern. Die Ameisensichelwanze ist eine Lauerjägerin. Sie legt sich dabei in der unteren Krautschicht auf die Lauer. Wenn sich ein Beutetier der Wanze nähert, wird das Beutetier angesprungen und getötet.

Fortpflanzung

Ameisensichelwanze - Nymphe
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Ameisensichelwanze - Nymphe

Die Ameisensichelwanze legt ihre Eier im August und September ab. Die Überwinterung erfolgt im Eistadium. Während des Winters legen die Eier eine Diapause ein. Die Entwicklung wird im nächsten Frühjahr fortgesetzt. Aus den Eiern schlüpfen nach der Embryonalphase die Larven, die auch Nymphen genannt werden. Besonders erwähnenswert ist, daß die Larven sehr räuberisch leben und überdies sehr gefräßig sind. Über mehrere Häutungsstadien entwickeln sich die Larven allmählich zum Vollinsekt. Anders als andere Wanzenart, führt die Ameisensichelwanze eine vollständige Metamorphose durch. Die fünfte Häutung stellt die Metamorphose zum Imago dar. Bei den Imagines erinnern nur noch der Kopf und die Extremitäten an das ameisenähnliche Aussehen der Nymphen. Die erwachsenen Wanzen findet man von Juli bis September.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Heiko Bellmann: Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, 2006, Kosmos Verlag ISBN 3440107469
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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