Blaukopf-Schmetterlingsfink
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| Blaukopf-Schmetterlingsfink | |
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| Systematik | |
| Klasse: | |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Unterordnung: | Singvögel (Passeri) |
| Familie: | Prachtfinken (Estrildidae) |
| Gattung: | Blauastrilde (Uraeginthus) |
| Art: | Blaukopf-Schmetterlingsfink |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Uraeginthus cyanocephalus | |
| (Richmond, 1897) | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC)
| |
Der Blaukopf-Schmetterlingsfink (Uraeginthus cyanocephalus), der auch Blaukopfastrild genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Prachtfinken (Estrildidae) zur Gattung der Blauastrilde (Uraeginthus). Im Englischen wird der Blaukopf-Schmetterlingsfink Blue-capped Cordon-bleu genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Aussehen und Maße
Der Blaukopf-Schmetterlingsfink ist ein lebhafter Vogel, der eine Größe von rund vierzehn cm erreicht. Er ist innerhalb der Schmetterlingsfinkenarten die größte Art. Das Gefieder der Männchen ist überwiegend leuchtend blau, die Flügeldecken sind dunkelbraun. Das weibliche Gefieder ist insgesamt deutlich matter und der Rücken ist bis zum Oberkopf bräunlich gefärbt. Der lange Schwanz ist bei beiden Geschlechtern blau. Der Schnabel ist rötlich und weist eine schwarze Spitze auf. Die Vögel leben paarweise in niedrigen Büschen, oft in der Nähe von Bienen- oder Hornissennestern.
Verbreitung
Das östliche Afrika, insbesondere Kenia und Tansania, ist das natürliche Verbreitunggebiet. In Somalia und Uganda ist diese Prachtfinkenart ebenfalls anzutreffen. Die Vögel bewohnen paarweise Halbwüsten und Dornbuschsteppen mit niedriger Vegetation wie Büschen und Sträuchern.
Ernährung
Der Blaukopf-Schmetterlingsfink ernährt sich von Sämereien und kleinen Insekten, die er auf dem Boden seines Lebensraumes findet.
Fortpflanzung
Die Brutzeit der Blaukopf-Schmetterlingsfinken beginnt mit der Regenzeit. Die Vögel bauen kunstvolle Kugelnester in Bodennähe in Dornbüschen. Das Nest wird mit Halmen und kleinen Federn gebaut und ausgepolstert. Das Weibchen legt zwischen vier und sieben Eier, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von gut vierzehn Tagen ausgebrütet werden. Die Jungvögel werden anfang hauptsächlich mit kleinen Insekten und Ameisen gefüttert und weisen eine bräunliche Färbung auf. Nach etwa zwanzig Tagen verlassen sie erstmals ihr Nest. Die Jungvögel werden aber noch weitere drei Wochen von den Eltern versorgt, ehe sie ausfliegen. Die Lebenserwartung liegt bei fünf bis sieben Jahren.
Gefährdung und Schutz
Laut der Roten Liste der IUCN weist die Art eine große Reichweite mit einem geschätzten globalen Umfang von etwa 390.000 Quadratkilometer auf. Die globale Population wurde bisher noch nicht quantifiziert, aber es wird vermutet, dass die Art in Teilen seiner Reichweite häufig vorkommt (Fry und Keith, 2004). Der globale Populationstrend ist ebenfalls bisher noch nicht quantifiziert worden, doch gibt es Anzeichen für einen Populationszuwachs (Fry und Keith, 2004). Und so wird angenommen, dass ein kritischer Grenzwert für die Population noch nicht erreicht ist, d. h. abnehmend mehr als 30 Prozent in zehn Jahren oder drei Generationen. Aus diesen Gründen wird die Art als nicht gefährdet (least concern) in der Roten Liste der IUCN geführt.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel
Vögel (Aves)
Literatur und Quellen
- Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
- Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

