Goliathreiher
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| Goliathreiher | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes) |
| Familie: | Reiher (Ardeidae) |
| Unterfamilie: | Tagreiher (Ardeinae) |
| Gattung: | Ardea |
| Art: | Goliathreiher |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Ardea goliath | |
| Cretzschmar, 1829 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC)
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Der Goliathreiher (Ardea goliath) zählt innerhalb der Familie der Reiher (Ardeidae) zur Gattung der Ardea.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Goliathreiher ist die weltweit größte Reiherart und erreicht eine Standhöhe von 150 cm sowie ein Gewicht von 4.000 bis 5.000 Gramm. Der Schnabel weist eine Länge von gut 20 cm auf. Das Gefieder ist überwiegend grau bis aschgrau. Der Hals und der Kopfbereich sind leicht rosa gefärbt. An der vorderen Halspartie hat der Goliathreiher verlängerte Federn. Der Kopfbereich weist unterhalb des Schnabels eine weißliche Befiederung auf. Die Iris der Augen sind hellgelb, die Pupillen fast schwarz. Der recht schwere Körper wird von kräftigen Beinen getragen die eine graue Färbung aufweisen. Der Goliathreiher lebt in der Regel einzelgängerisch, sucht während der Brutsaison aber die Nähe von anderen Reiherarten, mit denen er in Kolonien brütet.
Verbreitung
Der Goliathreiher ist in weiten Teilen Ost- und Südostafrikas verbreitet sowie auf Madagaskar und die arabische Halbinsel bis in den Iran. Stellenweise ist er auch in Indien und auf Ceylon anzutreffen. Er bewohnt weitflächige Flachwasserzonen von Flachseen und langsam fliessenden Gewässern. Stellenweise ist er auch an Küsten im Brackwasser zu Hause.
Nahrung
Bei der Nahrungssuche schreitet der Goliathreiher mit gesenktem Haupt durch flaches Wasser. Hat er ein Beutetier entdeckt, so sticht er blitzschnell mit seinem Schnabel danach. Er bevorzugt hauptsächlich Fische, Molche und Frösche. Er kann problemlos Fische bis zu einem Gewicht von einem Kg verschlingen.
Fortpflanzung
Der Goliathreiher brütet aufgrund seines hohen Gewichtes meist am Boden, aber in der Nähe von anderen Reiherarten. Die Nester können einen Durchmesser von gut einem Meter haben und bestehen aus Zweigen und Pflanzenteilen. Das Nest befindet sich direkt am Wasser oder zumindest in der Nähe zu Wasser. Das Weibchen legt zwei bis drei bläuliche Eier, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von rund 28 Tagen ausgebrütet werden. Die Jungvögel haben auf ihrem Hinterkopf einen buschigen Schopf, der sie leicht als Jungvögel ausmachen läßt. Nach etwa acht Wochen sind die Jungvögel flügge, bleiben aber oft noch eine Weile im Revier der Eltern.
Anhang
Literatur und Quellen
- Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
- Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

