Süd­li­che Schwar­ze Wit­we (Latro­dec­tus mac­tans)

In die­sem Bei­trag möch­ten wir uns mit einer der bekann­tes­ten und fas­zi­nie­rends­ten Spin­nen­ar­ten beschäf­ti­gen: der Süd­li­chen Schwar­zen Wit­we (Latro­dec­tus mac­tans). Du hast sicher schon von die­ser Spin­ne gehört, die durch ihren mar­kan­ten Kör­per­bau und ihr Gift einen gewis­sen Ruf erlangt hat. Wir wer­den uns die wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten und Aspek­te der Schwar­zen Wit­we genau­er anse­hen und Dir so einen umfas­sen­den Ein­blick in die Welt die­ser bemer­kens­wer­ten Spin­ne bie­ten.

Südliche Schwarze Witwe Latrodectus mactans
Süd­li­che Schwar­ze Wit­we Latro­dec­tus mac­tans

Die Süd­li­che Schwar­ze Wit­we im Über­blick

Der fol­gen­de Steck­brief soll Dir einen ers­ten Über­blick über die Schwar­ze Wit­we geben:

Wis­sen­schaft­li­cher NameLatro­dec­tus mac­tans
Fami­lieTher­i­di­idae (Hau­ben­netz­spin­nen)
Grö­ße1 - 1,5 cm (Männ­chen), 1,5 - 4 cm (Weib­chen)
Gewicht0,5 - 1 g
Lebens­er­war­tung1 - 3 Jah­re
Ver­brei­tungNord- und Süd­ame­ri­ka
Lebens­raumTro­cke­ne, war­me Gebie­te; Nähe mensch­li­cher Sied­lun­gen
Nah­rungInsek­ten, klei­ne Spin­nen
Fort­pflan­zungEiab­la­ge in Sei­den­ge­spins­ten
Sozi­al­ver­hal­tenEin­zel­gän­ger
Kom­mu­ni­ka­ti­onChe­mi­sche Signa­le, Vibra­tio­nen
Beson­de­re Merk­ma­leGif­tig, rote oder oran­ge­far­be­ne Sand­uhr­zeich­nung auf Bauch­sei­te
Rol­le im Öko­sys­temRäu­ber, Beu­te­tier
Gefähr­dungNicht gefähr­det

Äuße­re Merk­ma­le der Schwar­zen Wit­we

Die Schwar­ze Wit­we ist durch ihre cha­rak­te­ris­ti­sche Fär­bung und den unver­wech­sel­ba­ren Kör­per­bau leicht zu erken­nen. Das Weib­chen ist meis­tens schwarz gefärbt und hat auf der Bauch­sei­te eine rote oder oran­ge­far­be­ne Sand­uhr­zeich­nung, die als Warn­si­gnal für Fress­fein­de dient. Männ­chen sind klei­ner und haben eine weni­ger auf­fäl­li­ge Fär­bung, die von braun bis grau vari­ie­ren kann. Die Bei­ne der Schwar­zen Wit­we sind lang und dünn, und ihr Kör­per ist rund­lich mit einem ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßen Hin­ter­leib.

Arten und Ver­brei­tung

Die Schwar­ze Wit­we (Latro­dec­tus mac­tans) gehört zur Gat­tung Latro­dec­tus, die ins­ge­samt etwa 32 Arten umfasst. Die­se Spin­nen sind welt­weit ver­brei­tet, wobei Latro­dec­tus mac­tans haupt­säch­lich in Nord- und Süd­ame­ri­ka vor­kommt. Ihr Ver­brei­tungs­ge­biet erstreckt sich von den süd­li­chen Ver­ei­nig­ten Staa­ten bis nach Argen­ti­ni­en.

Lebens­raum der Süd­li­chen Schwar­zen Wit­we

Schwar­ze Wit­wen bevor­zu­gen tro­cke­ne und war­me Gebie­te, in denen sie leicht Unter­schlupf fin­den und ihre Net­ze bau­en kön­nen. Sie sind häu­fig in der Nähe mensch­li­cher Sied­lun­gen anzu­tref­fen, etwa in Scheu­nen, Gara­gen oder Kel­lern, aber auch in natür­li­chen Lebens­räu­men wie Wäl­dern, Wie­sen oder Stein­hau­fen.

Ver­hal­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­on der Schwar­zen Wit­we

Die Schwar­ze Wit­we ist eine Ein­zel­gän­ge­rin und ver­bringt die meis­te Zeit allein in ihrem Netz. Sie baut unre­gel­mä­ßi­ge, kleb­ri­ge Net­ze, die sie meist in Boden­nä­he oder in geschütz­ten Berei­chen wie Spal­ten und Rit­zen anlegt. Schwar­ze Wit­wen sind nacht­ak­tiv und ruhen tags­über in ihren Ver­ste­cken.

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Schwar­zen Wit­wen erfolgt haupt­säch­lich über che­mi­sche Signa­le, soge­nann­te Phe­ro­mo­ne. Die­se die­nen der Anlo­ckung von Geschlechts­part­nern, aber auch zur Abwehr von Riva­len. Zusätz­lich nut­zen sie Vibra­tio­nen, die sie durch das Netz sen­den, um poten­zi­el­le Beu­te oder Gefah­ren wahr­zu­neh­men.

Fort­pflan­zung der Schwar­zen Wit­we

Die Fort­pflan­zung bei der Schwar­zen Wit­we erfolgt in der Regel ein­mal jähr­lich. Das Männ­chen nähert sich dem Weib­chen vor­sich­tig und signa­li­siert durch Vibra­tio­nen im Netz sein Inter­es­se. Nach der Paa­rung legt das Weib­chen ihre Eier in einen sei­de­nen Eiko­kon, der meist in der Nähe des Net­zes ange­bracht wird. Ein Eiko­kon kann bis zu 400 Eier ent­hal­ten.

Nach etwa zwei bis vier Wochen schlüp­fen die Jung­spin­nen, die zuerst im Eiko­kon ver­blei­ben und sich dort von der Eihül­le ernäh­ren. Nach eini­gen Tagen ver­las­sen sie den Kokon und ver­tei­len sich in der Umge­bung. Sie durch­lau­fen meh­re­re Häu­tun­gen, bevor sie das Erwach­se­nen­sta­di­um errei­chen.

Ernäh­rung der Schwar­zen Wit­we

Schwar­ze Wit­wen sind räu­be­risch und ernäh­ren sich haupt­säch­lich von Insek­ten und klei­nen Spin­nen, die sie in ihrem Netz fan­gen. Sie war­ten gedul­dig in ihrem Ver­steck, bis ein Beu­te­tier das Netz berührt. Dann nähern sie sich schnell, um das Opfer mit ihren Gift­klau­en zu betäu­ben. Anschlie­ßend wird das Opfer in Sei­de gewi­ckelt und mit­hil­fe von Ver­dau­ungs­en­zy­men zer­setzt, bevor es auf­ge­so­gen wird.

Natür­li­che Fein­de

Zu den natür­li­chen Fein­den der Schwar­zen Wit­we zäh­len ver­schie­de­ne Vögel, Insek­ten und Spin­nen, die in der Lage sind, die Spin­ne zu über­wäl­ti­gen oder ihr Netz zu zer­stö­ren. Bei­spie­le sind die Raub­wan­ze, die Spring­spin­ne und der Web­ku­ckuck. Die auf­fäl­li­ge Fär­bung der Schwar­zen Wit­we dient als War­nung für Fress­fein­de, dass sie gif­tig ist.

Bezie­hung zwi­schen Mensch und Schwar­zer Wit­we

Die Schwar­ze Wit­we ist auf­grund ihres Gifts und ihrer auf­fäl­li­gen Erschei­nung vie­len Men­schen bekannt und gefürch­tet. Aller­dings sind Bis­se von Schwar­zen Wit­wen äußerst sel­ten und tre­ten meist nur auf, wenn die Spin­ne sich bedroht fühlt oder ver­se­hent­lich berührt wird. In den meis­ten Fäl­len sind die Bis­se für den Men­schen nicht töd­lich, kön­nen aber Schmer­zen, Übel­keit und Schwel­lun­gen ver­ur­sa­chen.

Trotz ihrer Repu­ta­ti­on als gefähr­li­ches Tier spielt die Schwar­ze Wit­we eine wich­ti­ge Rol­le im Öko­sys­tem, da sie zur Kon­trol­le von Insek­ten­po­pu­la­tio­nen bei­trägt. Sie kann daher auch als nütz­lich für den Men­schen ange­se­hen wer­den, indem sie Schäd­lin­ge in Gär­ten oder land­wirt­schaft­li­chen Gebie­ten bekämpft.

Es ist wich­tig zu beto­nen, dass die Schwar­ze Wit­we kei­ne aggres­si­ve Spin­ne ist und in der Regel Men­schen mei­det. Daher soll­te man ihr mit Respekt und Vor­sicht begeg­nen, ohne sie unnö­tig zu pro­vo­zie­ren.

Fazit & Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Punk­te

Die Schwar­ze Wit­we (Latro­dec­tus mac­tans) ist eine fas­zi­nie­ren­de und oft miss­ver­stan­de­ne Spin­ne, die in Nord- und Süd­ame­ri­ka hei­misch ist. Sie ist durch ihre cha­rak­te­ris­ti­sche schwar­ze Fär­bung und die rote oder oran­ge­far­be­ne Sand­uhr­zeich­nung auf der Bauch­sei­te leicht zu erken­nen. Die Spin­ne bevor­zugt tro­cke­ne, war­me Lebens­räu­me und baut unre­gel­mä­ßi­ge Net­ze, in denen sie auf Beu­te lau­ert. Zum Abschluss die­ses Blog­bei­trags möch­ten wir Dich ermu­ti­gen, die Schwar­ze Wit­we und ande­re Spin­nen­ar­ten mit Respekt und Inter­es­se zu betrach­ten. Sie sind wich­ti­ge Bestand­tei­le unse­rer Umwelt und tra­gen zur Auf­recht­erhal­tung des natür­li­chen Gleich­ge­wichts bei.


Quel­len und wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen

Gefällt Dir unser Bei­trag? Dann tei­le ihn doch mit Dei­nen Freun­den!

Du möchtest mehr über Tiere erfahren? Hier findest Du alle Beiträge zum Thema Spinnentiere.