Wüstenstachelleguan

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Wüstenstachelleguan

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Unterfamilie: Stachelleguan-Verwandte (Sceloporinae)
Gattung: Stachelleguane (Sceloporus)
Art: Wüstenstachelleguan
Wissenschaftlicher Name
Sceloporus magister
Hallowell, 1854

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Wüstenstachelleguan (Sceloporus magister) zählt innerhalb der Familie der Leguane (Iguanidae) zur Gattung der Stachelleguane (Sceloporus). Im Englischen wird dieser Leguan Desert Spiny Lizard genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Wüstenstachelleguan erreicht eine Körperlänge von 22 bis 30 cm, wobei die Kopf-Rumpf-Länge bei etwa elf bis vierzehn cm liegt. Die Grundfärbung des Körpers variiert zwischen gelblich, bräunlich bis gräulich. Der Rücken ist mit dunklen Querbinden gekennzeichnet. Die Flanken weisen ebenfalls helle und dunkle Querbinden auf. Auch der Schwanz ist ähnlich gebändert. Die Rückenschuppen überlappen sich, sind sehr groß und stark gekielt. Die Bauchseite sowie die Brust sind cremefarben bis fast weißlich und weisen bläuliche Flecken auf. Vor den vorderen Extremitäten ist jeweils ein dunkler Schulterfleck zu sehen. Während der Paarungszeit weist das Männchen eine farbenprächtige Kehlzeichnung auf.

Männchen sind leicht an der vergrößerten Kloake und den dort liegenden Postanalschuppen zu erkennen. Der Kopf des Wüstenstachelleguans ist recht massig und setzt sich nur wenig vom Körper ab, die Schnauze endet stumpf. Die Augen liegen weit vorne am Körper und sind seitlich am Schädel angebracht. Die Färbung des Kopfes ist deutlich heller als der restliche Körper. Der Nacken ist durch spitze, dornartige Schuppen gekennzeichnet. Die kräftigen Beine enden in lange Zehen, die mit Krallen bewehrt sind.

Die tagaktiven Echsen leben meist in kleinen Behausungen, die sie selber gegraben oder von anderen Tiere übernommen haben. Während der kalten Monate halten die Tiere eine zwei- bis dreimonatige Winterruhe, die sie in ihrem Bau verbringen. Der Wüstenstachelleguan ist in seiner Art heute noch nicht bedroht und untersteht keinem Artenschutz.

Unterarten

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet ist über den Südosten der USA und dem Nordosten Mexikos beschränkt. Der Wüstenstachelleguan bewohnt hauptsächlich trockene Wüsten und Halbwüsten mit spärlicher Vegetation. In Höhenlagen sind sie bis in Höhen von 2.000 Metern über NN. anzutreffen. Größere Populationen leben insbesondere in der Mojave-Wüste. Die Tiere leben meist in der Nähe von Steinhaufen, in Geröllfeldern, ausgetrockneten Flußbetten und ähnlichen Habitaten.

Nahrung

Wüstenstachelleguane ernähren sich von Insekten aller Art, insbesondere von Ameisen, Käfern, Fliegen und Heuschrecken und ähnlichem. Kleinere Echsen stehen ebenfalls auf der Speisekarte. Hier und da nehmen sie auch Früchte und Blüten zu sich.

Fortpflanzung

Der Wüstenstachelleguan ist eine eierlegende Leguanart. Die Paarungszeit beginnt nach der Winterruhe im Frühjahr. Das Weibchen legt selten mehr als sieben bis zwölf Eier, die sie im Boden vergräbt. Die durchschnittliche Gelegegröße liegt bei zehn Eiern. Eine Brutpflege wird nicht betrieben. Je nach Inkubationstemperatur schlüpfen die Jungechsen nach 60 bis 70 Tagen. Sie ernähren sich anfangs von Kleinstinsekten. Die Lebenserwartung liegt bei rund fünf bis sechs Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Gunther Köhler, Peter Heimes: Stachelleguane. Lebensweise - Pflege - Zucht. Herpeton Dez. 2002 ISBN 3980621499
  • Heiko Werning: Stachelleguane. Natur und Tier-Verlag, Auflage 1 (August 2002) ISBN 3931587134

Links

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