Zottiger Bienenkäfer

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Zottiger Bienenkäfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Friedkäfer (Polyphaga)
Teilordnung: Cucujiformia
Überfamilie: Cleroidea
Familie: Buntkäfer (Cleridae)
Unterfamilie: Clerinae
Gattung: Trichodes
Art: Zottiger Bienenkäfer
Wissenschaftlicher Name
Trichodes alvearius
(Fabricius, 1792)

Der Zottige Bienenkäfer (Trichodes alvearius), auch unter dem Synonym Clerus alvearius bekannt, zählt innerhalb der Familie der Buntkäfer (Cleridae) zur Gattung Trichodes. Im Englischen wird der Zottige Bienenkäfer bee-hive beetle genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Zottige Bienenkäfer erreicht eine Körperlänge von 10 bis 16 Millimeter. Der längliche Körper ist überwiegend dunkelblau bis schwarz gefärbt. Die Flügeldecken weisen charakteristische rote Querbinden auf. Die Körperoberfläche wie auch die Unterseite sind stark behaart. Der längliche und leicht rechteckige Kopf endet in zwei Fühlern, die am Ende keulenartig verdickt sind. Mit den sehr kräftigen Beisswerkzeugen können sie mit Leichtigkeit auch hartschalige Insekten fressen. Die großen Facettenaugen liegen seitlich am Kopf. Das erste Beinpaar befindet sich im Thoraxbereich, das zweite am Anfang des Abdomens und das dritte Beinpaar befindet sich in der Mitte des Abdomen.

Lebensweise

Die Flugzeit der Gemeinen Bienenkäfer erstreckt sich von Mai bis August.

Verbreitung

Der Zottige Bienenkäfer ist in weiten Teilen des gemäßigten Europas sowie im Norden Afrikas und in Vorderasien verbreitet. Er ist meist an Waldrändern, auf Wiesen sowie in Parks und Gärten anzuteffen. Allzu feuchte Habitate werden gemieden.

Ernährung

Die adulten Käfer ernähren sich räuberisch von anderen Insekten sowie von Blütenpollen. Hierbei scheinen sie insbesondere Doldenblüten zu bevorzugen. Die Larven ernähren sich von den Larven und Puppen der Bienen und Grabwespen.

Fortpflanzung

Das Weibchen des Zottigen Bienenkäfers legt ihre Eier meist in die Nester von Solitärbienen, in der Regel sind dies Wildbienen oder Grabwespen. Die Larven, die aus den Eiern schlüpfen, sind wie die adulten Tiere stark behaart und unempfindlich gegenüber Bienenstichen. Sie ernähren sich parasitär von den Larven und Puppen der Bienen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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